Neue Musik zu Stummfilmen von Karl Valentin


Leopold Hurt (Komposition, Zither und Elektronik)


Karl Valentin war einer der Pioniere des Kinofilms in Deutschland und wohl der erste Filmproduzent in München. In weit mehr als 50 Produktionen trat er selbst auf und arbeitete dabei mit Künstlern wie Bertolt Brecht und Max Ophüls zusammen. „Mysterien eines Frisiersalons“, der unter den „100 wichtigsten Filme Deutschlands“ genannt wird, ist ein frühes und meisterhaftes Beispiel dafür. Die surrealistische Handlung samt der skurrilen Gestalten erinnert stark an ähnlich geartete Experimentalfilme der Zeit, wie etwa „Un chien andalou“ von Luis Buñuel und Salvador Dalí. Zweifellos gehörte Valentin damit zur künstlerischen Avantgarde des damals noch jungen Mediums.

Die Zither war zeitlebens das Lieblingsinstrument des Multi-Instrumentalisten Karl Valentin, und so liegt es nahe, dass sie auch bei der neukomponierten Filmmusik eine zentrale Rolle spielt.


Filme


Der Zithervirtuose (Tonfilm, 1935)

Der neue Schreibtisch (1914, stumm)

Die lustigen Vagabunden (1912, stumm)

Mysterien eines Frisiersalons (1922, stumm)

Mysterien eines Frisiersalons